Änderung der Heilmittelrichtlinie bezüglich einer erweiterten Verordnungsfähigkeit bei der medizinischen Fußpflege

Lt. der Pressemitteilung des G-BA vom 20. Februar 2020 soll eine podologische Therapie in Zukunft auch bei weiteren Krankheitsbildern zulasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet werden können.

Über die derzeitige Verordnungsmöglichkeit beim diabetischen Fußsyndrom hinausgehend, wurde eine Erweiterung des Indikationsbereiches in der podologischen Therapie, nun auch bei Schädigungsbildern an Haut und Zehennägeln - die mit einem diabetischen Fußsyndrom vergleichbar sind - beschlossen. Denn auch in Folge anderer Erkrankungen können vergleichbare Bilder auftreten, beispielsweise Hautschädigungen der Füße in Folge eines Querschnittsyndroms. Hier soll eine fachgerechte Hornhautabtragung und Nagelbearbeitung die Folgeschäden wie Entzündungen vermeiden, welche ansonsten schlimmstenfalls zu einer Amputation des Fußes führen könnten.

Das bedeutet, dass künftig Patienten mit einer nachgewiesenen Schädigung des Fußes - welche mit der des diabetischen Syndroms vergleichbar ist und bei Vorhandensein ähnlicher Sensibilitätsstörungen (auch verbunden mit Durchblutungsstörungen) - eine verordnete podologische Therapie in Anspruch nehmen können.

Die Erweiterung betrifft:

• eine sensible oder sensomotorische Neuropathie oder 
• ein Querschnittsyndrom


Dieser Beschluss zur Änderung der Heilmittel-Richtlinie tritt nach Nichtbeanstandung durch das Bundesministerium für Gesundheit und Veröffentlichung im Bundesanzeiger in weiten Teilen am 1. Juli 2020 in Kraft.

- Pressemitteilung des G-BA vom 20.02.2020