Elektronische Patientendaten

Digitalisierung im Gesundheitswesen

Ab dem nächsten Jahr sind die Krankenkassen dazu verpflichtet die elektronische Patientenakte für die Versicherten anzulegen und zur Verfügung zu stellen.

Dazu hat das Bundesgesundheitsministerium jetzt den Entwurf über das Gesetz zum Schutz elektronischer Patientendaten in der Telematikinfrastruktur (Patientenschutzgesetz) veröffentlicht.
Darin ist die künftige Dokumentation und Nutzung von den Gesundheitsdaten geregelt.

Den Auftrag für die Umsetzung soll lt. Referentenentwurf die "Gesellschaft für Telematik" erhalten. Sie soll die Voraussetzungen für eine Anbindung von Hebammen, Pflegeeinrichtungen, Physiotherapeuten, Reha-Einrichtungen und dem öffentlichen Gesundheitsdienst schaffen (Stichtag ist der 30.06.21).
 

Die Grundlage der digitalen Kommunikation im Gesundheitswesen ist dabei die s.g.Telematikinfrastruktur, mit dem Ziel die Kostenträger, die Leistungserbringer und Patienten mittels den gesammelten Daten zu vernetzen. Dies erfolgt dann in einer elektronischen Patientenakte, kurz ePA.

Die Physiotherapeuten erhalten ab 01.07.21 eine Erstattung zum Ausgleich der Betriebs- und Ausstattungskosten. Dieses sieht der Referentenentwurf vor.
Darüber sollen bis zum 31.03.21 der Spitzenverband Bund der Krankenkassen und die maßgeblichen Verbände ein Abrechnungsverfahren vereinbaren. Laut dem Digitale-Versorgungs-Gesetz ist eine Anbindung an die neue Telematikinfrastruktur für Physiotherapeuten freiwillig. 

Vom Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) wurde der Venture-Capital-Fonds heal capital ins Leben gerufen, mit der Zielsetzung die digitale Zukunft im Gesundheitswesens aktiv zu unterstützen. 

Es sollen Mittel bereitgestellt werden, mit denen Gesundheits-Start-ups gefördert werden, welche in der Lage sind die erforderlichen Tools und Plattformen für die Digitalisierung zu realisieren.